RSE in Farbe

Die Rhein-Sieg Eisenbahn in Farbe!

Besucher in Asbach bringen oft etwas mit. Interesse sowieso, Hunger, Durst und Appetit sind auch gern gesehene Gäste. Weitsichtige Zeitgenossen denken auch an den Wissenshunger der Eisenbahnfreunde. So ganz nebenbei öffnet jemand sein Köfferchen – und dann läuft alles zusammen. Welche neuen Schätze gibt es nun zu bewundern? Wird vielleicht ein technisches Rätsel endlich gelöst? Aus Erfahrung weiß man: Rätsel werden nur selten entschlüsselt, und mit dem zunehmenden Erkenntnisstand steigern sich die Unwägbarkeiten. Bis man gar nichts mehr weiß - und sich nur noch zurücklehnt und genüßlich Bilder betrachtet.

Alle Bildtexte von Wolfgang Clössner

Auf diesem Foto sind V 13 + V 11 mit einem leeren Basaltzug schon fast am Ziel. Nur noch einen halben Kilometer ist es bis zum Hennefer Güterbahnhof. Der Zug scheint zu stehen, nur ein Eisenbahner sitzt in der Lok. Die Türe der hinteren Lok ist sogar offen. Wo ist der Rest der Mannschaft? Vermutlich in der LOTTO TOTTO Annahmestelle von Herrn Jirka. Den Tippschein abgeben, einen Flachmann und die BILD-Zeitung kaufen...
Am linken Bildrand steht der Rollstuhl von Herrn Jirka. Damit würde ich gerne in Asbach eine Runde drehen! Wer das jetzt nicht begreift: ich bin selber Rollstuhlfahrer. Einige Jahre später eröffnete Herr Jirka einen neuen rollstuhltauglichen -weil ohne störende Stufen- Pavillion gegenüber, am Ende des Busbahnhofes.
Foto: Johannes Bosshammer

Die Lok 53 scheint in den letzten Jahren überall im gestört zu haben. Einmal steht sie vor dem Lokschuppen, dann in der Werkstatt, und auf diesem Bild im ehemaligen Lokschuppen. Wie die frisch getünchten Decken und Wände zeigen, wird die Direktion kaum auf die Idee kommen hier den Ölbrenner der Dampflok zu zünden.
Am rechten Bildrand steht die V 5, die oft genug die Dampflok hin- und her rangierte. Beide Loks kommen nie mehr zusammen. Das geschichtslose Staugustin hat die Lok einer aktiven Zukunft beraubt. Offiziell heißt die Stadt “Sankt Augustin”, wegen des gleichnahmigen Klosters. Die naheliegende Schreibweise St.Augustin ist wegen des religiösen Bezuges offiziell verpönt. Im Rathaus hat selbst die CDU längst vergessen, daß die Mönche nach dem Krieg der hungernden Bevölkerung halfen - geschichtlos eben.
Foto: Johannes Bosshammer

Die Überführung über die Siegstrecke in Hennef. In den 60er Jahren rollten viermal am Tag Basalttransporte über die Brücke. Mit etwas Glück, wenn Schiffe im Rheinhafen von Beuel lagen. An der Brücke (unteres Bild) ist deutlich zu erkennen in welcher Fahrtrichtung die Heizer der DB-Dampfloks ihren Maschinen einkachelten. Damals tummelten sich hier Siegener 23 und Maschinen der Baureihen 03, 44, 50 und 55. Heute ist der Bahndamm unter einer Autobahn verschwunden.
Foto: Ulrich Schoentaube

Sonntagsruhe im Steinbruch Eudenberg, die Güterwagen sind bereits beladen. Einige hundert Fahrten stehen noch an, dann wird das Hanfbachtatal erfahren, was der Eudenberg schon lange weiß: Der Steinbruch ist fast erschöpft. Die Politiker wußten es nicht und ließen sich von der RSE ein X für ein U vormachen. Dankbar kaufte sie der Bahn die “vorzeitige” Stillegung ab.
Foto: Ulrich Schoentaube

Der Steinbruch in Eudenberg, diesmal ein Blick in die Gegenrichtung. Auf dem Gleis parallel zur Hanftalstraße sind Leerwagen abgestellt. Die Lkw-Waage ist bereits im Bau, auf sie wartet nicht mehr viel Arbeit.
Foto: Ulrich Schoentaube

Auch Unfallopfer können noch lange überleben. Bis zuletzt diente der T 1, der 1939 bei einem Zusammenprall fast zerstört wurde, als Bereisungswagen.
Foto: Ulrich Schoentaube

Die doppelte Kreuzungsweiche vor dem Lokschuppen in Hennef war ein beliebtes Fotomotiv. Wie die Gleisrotte über das komplizierte und aufwendige Bauwerk dachte ist nicht überliefert.
Foto: Ulrich Schoentaube

Wenn man nicht genau hinsieht, so könnte man glauben es handelt sich um einen abgestellten Güterwagen in Polen. Ein zu verwechseln ähnliches Bild boten die Wagen der Zuckerfabrik Kruszwica, bevor sie nach Asbach kamen. Faulende Bretter und Türflügel, in welche die Werkstatt zuletzt nur noch Bleche einschraubte.
Foto: Ulrich Schoentaube

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