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Zwei Bilder der ausgebrannten ehemaligen Lokleitung in Hennef, der Fotograf war Kalle Schäfer am Neujahrstag. |
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Kreisverkehr in Asbach |
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Prellböcke der RSE in Hennef. Links eher spartanisch, rechts etwas massiver. Foto: U. Schöntaube |
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Was hat eine Streuobstwiese mit Eisenbahn zu tun? |
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Weggeworfen? In der Verbandsgemeinde Asbach steht, bzw. stand, im Ortsteil Jungfernhof ein hölzerner Muldenkipper. Wer jetzt auf Anhieb nicht weiß wo Jungfernhof liegt, dem diene soviel als Beschreibung: kurz vor der Autobahnauf- oder -abfahrt bei Ferntal. Besagter Muldenkipper befuhr vor Jahrzehnten vermutlich einen nahe gelegenen Steinbruch. Jahrelang waren Steinbrüche die einzige nicht landwirtschaftliche Verdienstmöglichkeit in der Region. Der Wagen hat also ziemlich viel mit der regionalen Geschichte zu tun. Davon gab es einige hundert Stück, und das in Feldbahn-Museumskreisen hoch geschätzte -weil extrem seltene- Fahrzeug verrottete in Jungfernhof. Damit ist jetzt offensichtlich Schluss. Einmal mehr ist bewiesen, dass die „open-air-Konservierung“ für Eisenbahnfahrzeuge völlig ungeeignet ist. Am Westwall bei Aachen mussten beispielweise schon ausgediente Panzer(!), die als „Denkmal“ dienten, abgeräumt werden. Auch die neue Drachenfelsbahn-Dampflok hat bereits gelitten. Aber wem schreibt man das ins Gewissen? Für die einen ist es nicht ihr privates Geld, für die anderen nur ihr Brot-Job. Traurig ist der Verlust weil man in Jungfernhof offensichtlich nichts von unserem Konzept weiß. Wenigstens haben wir das Fahrzeug vorher gründlich vermessen - um es für die Gartenbahn nachbauen zu können. |
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Der Basaltwagen in Jungfernhof, langsam zerfallend.... |
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Abgebrannt Da kann man jetzt frustriert die Tastatur bedienen. Die Jugend baut ihre anfallenden Frustrationen bisweilen ganz anders ab. Man nehme sich einen Reservekanister und fülle ihn mit Benzin. Damit fährt man dann nach Hennef, um das auserkorene Lustobjekt „abzufackeln“. Man schütte den Inhalt in den Husky-Möbelmarkt und zündelt anschließend. Runde 200.000 Euro beträgt der Sachschaden in dem Möbelmarkt, so die Lokalpresse. Auch sie wusste nicht, dass es sich bei dem Gelände um Lokschuppen und Werkstatt der ehemaligen Rhein-Sieg Eisenbahn handelt. Das Gebäude sollte ohnehin abgerissen werden. Der langsame Abschied fällt so für die wenigen Kenner der Heimatgeschichte aus. Noch in der selben Nacht planierte ein Radlader die brüchigen Ruinen. |
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Die Werkstatt, als sie noch Werkstatt war, mit Lok 53. Foto: Willi Kissau |
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Bis vor kurzem noch ein Möbelmarkt... |
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...und jetzt ein Trümmerfeld. Das Bild zeigt die gleiche Ansicht wie oben! |
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Am Prellbock Wenden wir uns nun erfreulicheren Themen zu. Der neue Kreisverkehr am Asbacher Ortseingang, Bad Honnefer Straße, beruhigt die vorher kritische Situation. Eine abknickende Vorfahrt mit einer einmündenden Straße lernt jeder in der Fahrschule kennen – um das Wissen anschließend zu vergessen. Um also die Damen am Lenkrad beim Plausch und die Herren beim Einlegen einer neuen CD nicht geistig zu überfordern musste ein Kreisverkehr her. Die Innenfläche hat die Ortsgemeinde selber gestaltet. Dabei stand der zukünftige Basaltpark Pate. Symbolisch vertreten durch einen Obstbaum, eine Kipperbude und einen Prellbock. Drei Gegenstände die an Streuobstwiesen, Steinbruchbetrieb und die dadurch ins Leben gerufene schmalspurige Eisenbahn erinnern. Der Prellbock stammt aus Köln und wurde für diesen Zweck von der Regelspur auf 785 mm umgespurt. Ach so, Denkmäler. Die Schienen des Prellbockes sind 100 Jahre alt und halten noch weitere 100 Jahre bequem durch. Vorher kommt aber vermutlich ein Lastwagen des Weges.... |
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Kalle beim Aufbau des historischen Prellbocks. |
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Sommerfest und Kinderfahrtag Ein Sommerfest hat jeder, vom Pony-Hof bis zum Schützenverein. Das klingt wenig spaßig und ideenreich, fast schon so wie die obligatorische Nikolausfahrt auf jeder Museumsbahn. Ein „Kinderfahrtag“ impliziert den Begriff „fahren“, und fahren ist das ureigene Geschäft der Eisenbahn. In der Tat kamen viele Kinder, doch nicht soviel wie erwartet. Ob die Erziehenden andere Prioritäten setzen? zum Beispiel lang gehegte Ausflugswünsche, denn es hatte wochenlang vorher geschüttet. Michael Schumacher oder die ersten Fußball-WM Spiele können so manches Konzept durchschütteln. Spaß gemacht hat es trotzdem, oder gerade weil nicht so viele Besucher kamen. Publikumsfahrten auf dem kleinen Gelände, in diesem Falle mehr ein Spielplatz, stellen höchste Anforderungen an die Konzentration. Alle am Fahrdienst Beteiligten waren froh diesmal nicht „auf dem Zahnfleisch“ nach Hause zu gehen. |
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Das HTB-Buch kommt! Nach dem Sommerfest kann Ruhe einkehren. Keine Helfer sind mehr anzusprechen, Presse zu informieren, und tausend Punkte von Abort bis Zahlen abzuklären. Bis dass der Postbote - oder ist er jetzt ein DHL-Servicemitarbeiter? - etwas Grosses in den Briefkasten stopft. Das große Paket stammt vom E.K.-Verlag in Freiburg. Der Autor bekommt dergleichen öfter, und dabei handelt es sich um Belegexemplare für seine publizierten Bilder. In diesem Falle stand sehr schnell fest, dass die Lektüre anstrengend wird. Kein fertig gedrucktes Belegexemplar war in dem Paket, sondern ein Korrekturausdruck unseres Buches. Carsten Gussmann wurde selbstverständlich mit der selben Sendung bedacht. Das bedeutet: wieder eine Woche lang abends daheim – draußen war es sowieso viel zu heiß.... Im August wird das fertige Buch erscheinen. |
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Gartenbahn, die 25. “Bei Euch geht es ja flott voran, die Gartenbahn wächst ständig...”. Das fanden auch wir gut. Nach dem Rausch kommt die Ernüchterung. Die Gleise sind zu schlecht verlegt. Es handelt sich um eine Strecke mit einer Spurweite von 130 mm. Auf diesen verkehrten Fahrzeuge, die auf das Vorbild übertragen, Hochhäuser transportieren. Ein unsachgemäßer Schnell-Vortrieb führt zu Problemen. Einige Kurven sind nicht entgleisungssicher. Andere Streckenabschnitte sind schief und krumm. Wir müssen jetzt die vorhanden Strecke sanieren, um später weiter bauen zu können. Schon aus diesem Grund war es gut, dass unser Kinderfahrtag nicht zu üppig besucht war. Wir machen unsere Hausaufgaben fertig, bevor wir erneut an die Öffentlichkeit gehen. |
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Willi Kissau ist verstorben Ein Nachruf von Wolfgang Clössner Nach fast einem halben Jahr erreichte mich auf Umwegen die Nachricht vom Tode Willi Kissaus. Bereits im Januar diesen Jahres ist er hochbetagt in Siegburger Ortsteil Kaldauen verstorben. Willy Kissau stammte aus einem Flecken in der Magdeburger Börde, kriegsbedingt kam er in das Rheinland. Der leidenschaftliche Freizeit-Fotograf, er hätte sogar an einer Expedition nach Ägypten teilnehmen können, er blieb jedoch lieber in der Heimat. Hier widmete er sich der seltenen Vegetation. Die zahlenreichen Aufnahmen, die er teilweise mit Makro-Optik und Ringblitz (!) ablichtete, archivierte er daheim. Pionierarbeit leistete er mit seiner Dokumentation der Rhein-Sieg Eisenbahn. Bereits 1970, zwei Jahre nach dem Abbruch, publizierte er sein berühmtes grünes Buch „Die Rhein-Sieg Eisenbahn“ im Krefelder Röhr Verlag. Das Buch war seiner Zeit weit voraus. Damals gab es eigentlich nur die zwei Eisenbahnbücher von Karl-Ernst Maedel: „Geliebte Dampflok“ und „Liebe alte Bimmelbahn“. Ein Buch über eine einzige Privatbahn, an der vermutlich nur lokales Interesse besteht, war ein hohes Risiko. Sein Werk enthielt schon damals Fahrzeug-Zeichnungen und Gleispläne der wichtigsten Bahnhöfe – zwei Jahrzehnte bevor die Kleinbahnpresse mit Büchern zu jeder Klein- oder Nebenbahn langsam salonfähig wurde. Doch viele Eisenbahnfreunde die später Willi Kissau besuchten dankten ihm seine Mühen schlecht. Sie dachten oft an ihren eigenen Vorteil. Seine technischen Zeichnungen, die er in jahrelanger Arbeit anfertigte, wurden kopiert – sein Name in den Druckvorlagen ausgelöscht. Er musste erfolgreich Prozesse gegen Raubkopien seines Werkes führen. Bis das der nächste Hobby-Autor bei ihm aufkreuzte und seine Gutmütigkeit ausnutze. Vor mehr als zehn Jahren hatte er von diesen Herren genug. Er brachte seine Sammlung bei mir vorbei; sein mahnenden Ratschlag:„...hüten Sie ich vor Eisenbahnfreunden, die wollen alle nur etwas haben!“ Aber den Kontakt konnte ich nicht aufrecht erhalten. Nach zwei Schlaganfällen war Willi Kissau an seine Wohnung gebunden. Er wohnte im ersten Stock, für einen Rollstuhlfahrer wie mich war seine Wohnung nur mit fremder Hilfe erreichbar. Von der Rückkehr der 53 nach Asbach hat Willi Kissau noch erfahren, aber er hatte mit dem Thema Eisenbahn schon lange abgeschlossen. Seine Dokumente, Zeichnungen und Fotografien sind mit seinem Namen als Urheber in unseren Beständen archiviert. Für meinen Todesfall
gehen alle Originale in ein großes Archiv. Uns Nachkommen bleibt der Respekt für eine bemerkenswerte Person. Unabhängig vom damaligen Zeitgeist hat er schon früh die Geschichte der RSE dokumentiert. Eigentlich eine Aufgabe des Unternehmens, oder dessen Rechtsnachfolgers. In einer Zeit als die Zukunfts- und Wachstumsperspektiven noch glänzend waren. Straßen, Häuser, neue Wohnungen. Immer größere Autos und staatlich garantiertes Glück für alle. In einer Zeit als Rückbesinnung als fortschrittsfeindlich galt, wie heute in China. Damals gegen den Strom geschwommen zu sein ist sein Verdienst. |
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